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| Korsika Entfernung zwischen den Häfen in Seemeilen
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Ajaccio-Campu di Muru | 15 | |
Ajaccio-Propriano | 22 | |
Propriano-Roccapina | 15 | |
Roccapina-Tizzano | 4 | |
Tizzano-Figari | 7 | |
Figari-Bonifacio | 8 | |
Bonifacio-Lavezzi | 12 | |
Lavezzi-Porto Vecchio | 18 | |
Porto Vecchio- Bastia | 67 | |
Bastia-St.Florent | 48 | |
St.Florent-Calvi | 30 | |
Calvi-Girolata | 21 | |
Girolata-Porto | 6 | |
Porto-Cargèse | 12 | |
Cargèse-Ajaccio | 21 |
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Segelbedingungen in Korsika
Die unverkennbare korsische Note: karge Küsten und raue Winde.
Während die Küste Südfrankreichs vor dem Mistral einigermaßen schützt, sollte man für Korsika-Törns unbedingt eine ausreichende Zeitreserve vorsehen. Eine Überfahrt zwischen Côte d'Azur und Korsika ist nur etwas für sehr erfahrene Crews. Der Golfe du Lion kann zum Starkwindrevier werden, wenn der "Tramontane" von den Pyrenäen herabfällt. Die Überfahrt ist mit 120 Seemeilen relativ lang, lohnt sich aber durchaus, da in den Gewässern sehr häufig Finnwale und Delfine zu beobachten sind.
Das Wetter des Mittelmeers ist eine komplexe Angelegenheit. In Korsika kann man mit Winden aus "7 Himmelsrichtungen" notorische Unterschiede beobachten. Generell gilt: es ist praktisch nie windstill. Als Faustregel gilt: Die Westküste ist rauer und wilder als die Ostküste. Die stärksten Winde wehen in der Strasse von Bonofacio zwischen Korsika und Sardinien. Es gibt dort eine Reihe von Untiefen, starke Westwinde Düsen- und Kapeffekte sowie Fallböen sind hier stärker als in vielen anderen Revieren- eine echte Herausforderung! Das Gebiet zwischen der Südspitze Korsikas und der Nordküste Sardiniens ist ein wahres Traumrevier für Segler. Hier weht meist eine frische Brise, auch wenn sonst überall in der Gegend Flaute herrscht
Im Südosten zwischen der Südspitze Korsikas und Porto Vecchio an der Ostküste herrscht meist auch gutes Segelwetter: Der Wind der Straße von Bonifacio weht über den flachen Süden der Insel hinweg und gelangt kräftig und weit nach Südosten. Das Ergebnis: ein kräftiger, ablandiger Wind bei relativ wenig Welle.
 La tour de Mortellu |
 Ajaccio, la plage de marinella |
 Le Cap Corse |
 Porto Vecchio |
 Erbalunga |
 Saint Florent |
 Calvi |
 Les calanques de Piana |
Im Norden am Cap Corse, zwischen Bastia und Calvi weht - ähnlich wie im Süden -auch im Sommer der trockene Westwind Libeccio, der für ausgezeichnete Segelbedingungen sorgt. Im Nordwesten zwischen dem Golf von Porto und dem Cap Corse blasen die starken Winde immer zwischen dem Westen und Südwesten. Sturmlagen mit Gewittern ab Mitte August lassen sich auf einigen recht gut geschützten Ankerplätzen abwettern oder man zieht sich auf die jeweils andere Seite des Cap Corse zurück.
Die Westküste hat zwar den Ruf, ein Starkwindrevier zu sein, zumindest im Sommer ist jedoch eher das Gegenteil der Fall. Wenn im westlichen Mittelmeer Flaute ist, dann gibt es an der korsischen Westküste ebenfalls keinen Wind. Aber auch wenn Mistral- oder Libeccio-Zeit ist, bleibt der Wind an der Westküste in aller Regel relativ schwach.
Die 7 Winde auf Korsika
Südwesten: Libecciu, aus der Richtung Gibraltar (im Sommer trocken und heiss, im Winter frisch und bringt Regen in den Westen Korsikas)
Westwind: Ponente, von den Pyrenäen (gelegentlicher Regenbringer).
Nordwesten: Maestrale, der Mistral aus dem franz. Rhone-Tal (klare Luftmassen, bringt aussergewöhnliche Weitsicht).
Nordwesten: Gregale, über das Tyrrhenische Meer (bringt Regen für den Norden und Trockenheit für den Süden).
Norden: Tramontane, seltener, kühler Wind aus den Alpen
Osten: Levante (warme und feuchte Luft, manchmal mit unangenehmenTreibhausklima)
Süden: Sirocco - von den Korsen auch Mezzogiorno genannt - heiß und warm, bringt überraschende Gewitter. Setzt in der Regel 3-4 Stunden nach Sonnenaufgang ein, erreicht die höchste Kraft um die Mittagszeit und flaut abends wieder ab - wird in der Nacht vom landeinwärts wehenden Terranu abgelöst.
Revierbeschreibung Korsika
Korsika liegt in der Liga der anspruchsvollen Mittelmeerreviere weit vorne.
Korsika,-die Insel der Schönheit- ist ein Gebirge im Meer. Sie ist 183 km lang, 81 km breit und man hat sie meistens ganz für sich - so dünn besiedelt ist die Insel. Korsika ist einfach anders. Keine rosarote Happy-Ferieninsel, sondern eigensinnig, wild - rebellisch und unglaublich facettenreich. Segler und Taucher finden hier im Westlichen Mittelmeer noch ein Paradies mit riesigen zutraulichen Zackenbarschen und ca. 11 Walarten, darunter Pott-und Grindwale. Gerade das macht die ungeheure Faszination aus, die Korsika-Nautiker immer wieder begeistert. Fast 1200 km urwüchige Küstenlandschaften - davon 300 km feinster Sandstrand- mit lichtüberfluteten Granitfelsen, üppiger Vegetation im Landesinneren, und schneebedeckten Bergen - allen voran der Monte Cinto mit 2706m. Die Ostküste bietet lange, karibisch anmutende, familienfreundliche Sandstrände.
Abgeschiedene wilde Traumbuchten zwischen Roten Felsen, die an der Steilküste ins Meer zu stürzen scheinen sind an der Westküste zu finden. Soviel Abwechslung macht Korsika einmalig.
Rund um Korsika:
Die Westküste ist landschaftlich der interessanteste Küstenabschnitt Korsikas. Steilküste wechselt sich ab mit kleinen Buchten und Sandstränden. Hier befindet sich die Basis von Soleil Rouge und hier ist der Ausgangspunkt Ihres Segeltörns. Ajaccio, die quirlige Hauptstadt Korsikas. Unzählige Königspalmen und das Farbenspiel der Häuserfassaden der mittelalterlichen Altstadt in ocker, orange und gelb tragen zu dem ungemein südländischen Flair der Stadt bei. Der Hafen Tino Rossi ist eine der schönsten mediterranen Anlegestellen. Im Golfe d´Ajaccio befinden sich viele Strände und Felsgebiete. Die Halbinsel Pointe de la Párata streckt sich in Richtung der von kristallklarem Wasser umgebenen Insel Sanguinares, der Blutinsel. Der Sonnenuntergang ist ein hochästhetisches Farben- und Formenspiel: vor dem roten Horizont heben sich die schwarzen Felsen dramatisch aus dem dunkelblauen Meerteppich.
Die Zahl der Schiffe an der Westküste ist generell viel niedriger als etwa im Süden oder gar im Südosten der Insel. Erst wenn das sich ein dauerhaftes Hochdruckgebiet erwarten lässt, steigt die Zahl der Schiffe deutlich an und all die vielen Schönwetter-Ankerbuchten, an denen diese Küste so reich ist, beginnen sich zu füllen.
Die Westküste ist von Nord nach Süd mit folgenden Häfen ausgestattet: St. Florent, I´lle Rousse, Calvi, Ajaccio, Proppriano und Bonifacio. Ankerplätze mit Versorgungsmöglichkeiten gibt es in den kleinen Hafenstädten: Galeria, Cargèse, Sagone, Campomoro und Tizziano. Das Ankern außerhalb der Häfen ist mit wenigen Ausnahmen erlaubt . In den beiden bedeutenden Naturschutzgebieten Reserve Naturelle de Scandola (Westen) und die Reserve de Lavezzi (Süden) ist ankern nur zu bestimmten Zeitenen erlaubt. Die Betreiber der Basis in Ajaccio können Ihnen dazu detaillierte Auskünfte erteilen.
Weiter Richtung Norden geht´s vorbei an wilden Küstenstrichen mit steilen Klippen. Viele Buchten sind nur vom Meer aus zu erreichen. Das von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärte Naturreservat: Réserve Naturelle de Scandola bietet eine einmalige Vielfalt an Pflanzen- und Vogelarten, sowie einer reichen Unterwasserwelt. Granit und glasklares Meer prägen das Naturschutzgebiet, in dem Kormorane und Sturmtaucher auf Felsen thronen, Fischadler ihre Kreise ziehen.
Weiter gehts, hinein ins eher feine Calvi mit seinem geschützten Port. Calvis fruchtbare Region mit Weinbergen, Obstbäumen und Kiwiplantagen gilt als der Blühende Garten Korsikas. Das Stadtbild ist geprägt von der Zitadelle, die auf einer Felsspitze, direkt über dem Hafen gelegen ist. Das Schauspiel des Sonnenuntergangs, der die Berge in glutrotes Licht taucht, hat noch jede Crew begeistert Die Bucht von Calvi, eingesäumt von Pinienhainen, zählt zu den wohl schönsten Badebuchten auf Korsika.
Weiter nordwärts wird die Natur noch rauer. Die Désert de Agriates liegt Steuerbord. Der ansonsten unwirtliche Landstrich birgt einen Geheimtipp: die Plage de Salecciam ein Top-Strand mit hohem Ganz-für-mich allein-Faktor.
Die nördliche Spitze der Insel ist das windzerzauste, herbe Cap Corse. Dass die Korsen nicht unbedingt bescheidene Leute sind, verdeutlicht der Kosename der Halbinsel: Finger Gottes. Die Landschaft hier ist geprägt von romantischen Fischerdörfern und vielen Genuesetürmen, welche die Insel zu bewachen scheinen. Vorbei geht es an Goldstränden und senkrechten Felsenwände, an denen sich das Auge kaum sattsehen kann. Am äußersten Ende des Kaps liegt der Hafen von Macinaggio.
Die Ostküste ist viel geradliniger als die Westküste. Sie bietet eine Vielzahl von Inseln, romantischen Ankerbuchten und geschützter Golfe.
Etappen können in den Häfen Porto-Veccio, Solenzara, Campoloro und Bastia erfolgen.Kleinere Hafenstädtchen mit Anker- und Versorgungsmöglichkeiten sind: Erbalunga, Sisco, Portticciolo und Centuri.
Nachdem das Kap umsegelt ist, dauert es nicht lange, bis Sie Bastia erreichen. Sie gilt als die italienischste aller korsischen Städte. Als früherer Bischofssitz zeigt sich in Bastia die Barrockkunst sehr facettenreich.
Südlich von Bastia findet man zahlreiche, étang genannte Seen, sie bilden interessante Sumpfregionen den Flussmündungen.
Porto Vecchio erhebt sich hoch über dem gleichnamigen Golf. Zu Füßen der Altstadt befindet sich der Yacht- und Handelshafen. Die Region um Porto Vecchio ist sanft und weich - im Gegensatz zu der sonst so schroffen und gebirgigen Insel. Hier gibt es eine ganze Reihe von Badebuchten, eine schöner als die andere: Santa Giulia, der Strand von Plombaggia, Cala Rossa, Pinarellu oder Rondinaria.
Weiter unten im Süden, auf einer Halbinsel, befindet sich Bonifacio. Die lebhafte Stadt im Süden Korsikas, ist ein absolutes Highlight, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis: Man segelt entlang der Steilküste und sieht plötzlich eine schmale Durchfahrt: die Einfahrt nach Bonifacio. Es ist eine enge Lagune, rechts und links ragen jäh die Steilklippen empor. Dann öffnet sich die Lagune und gibt den Blick auf Hafen und Marina frei. Es ist zwar keine sehr moderne Marina, dafür liegt man direkt vor den zahlreichen Bars und Restaurants. Nichts für Leute, die ihre Ruhe haben wollen - aber genial um Spass zu haben. Nur einen Steinwurf vom Boot entfernt flanieren tagsüber die Touristen und abends die Nachtschwärmer, haben die Restaurants im Freien ihre Tische aufgebaut.
Die Altstadt selbst liegt ein paar hundert Meter höher. Vom Hafen führt eine alte Steintreppe nach oben, der Anstieg kann im Hochsommer durchaus schweißtreibend werden! Doch es loht sich allemal: Hoch oben auf den Kreidefelsen thront die Altstadt mit ihren pittoresken, mittelalterlichen Steinhäusern und den schmalen Gassen. Man hat das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Der Blick auf die weit unter einem liegende Küste, das tiefblaue Meer mit den vielen weißen Booten ist schlicht atemberaubend.
An der Südküste Korsikas, an der Strasse von Bonifacio, ragen steile weiße Klippen auf, an denen die Kalksteinschichten deutlich sichtbar sind. Die extrem zerklüftete Küste zählt zu den bekanntesten des Mittelmeers. Häufig sind die zwischen den rauen Felsen kleinen Buchten nur mit dem Boot zu erreichen. Die vorgelagerten Inseln: Lavezzi, Bruzzi, Monaci und Cerbicale gehören zum Meeresschutzgebiet: Parc Marin de Bonifacio.
Das faszinierende Archipel besteht aus von feinen Sandstränden bekränzten Granitinseln, die auf den ersten Blick öde erscheinen, unter Kennern aber für ihre zahlreichen endemischen Pflanzenarten bekannt sind. Die Illes Lavezzi wartet mit faszinierenden Steinformationen und einer sehr interessanten Pflanzen- und Tierwelt auf.
Die steten Winde machen die Straße von Bonifacio zum Seglerparadies. Ohne Unterlass pflügen hier Yachten durch die Wellen. Häufig finden hier Regatten statt.
Der Törn um Korsika wirft die Frage auf: Rechts herum oder links herum?
Bei ruhigem Sommerwetter ist es gleich wie Sie Ihren Törn gestalten. Ruhiger und gelassener können Sie mit der navigatorisch einfachen Ostküste beginnen, und sich die Highlights, wie Calvi oder Scandola für später aufheben. Falls die Wetterlage bedenklich ist gilt es zu beachten, dass es 2 Schlüsselstellen gibt, die es zu passieren gilt: Das Cap Corse und Die Strasse von Bonifacio. Beide Küstenabschnitte sind wegen Starkwind- und Sturmphasen aus West, Südwest oder Nordwest berüchtigt. Die Sturmphasen am Cap Cose sind erfahrungsgemäß stärker aber kurzweiliger als die der Strasse von Bonifacio.
Falls Sie im Sommer auf eine längere Flauteperiode oder auf den Libeccio treffen sollten, ist es ratsam, den Törn gegen den Uhrzeigersinn anzulegen, sonst läuft man Gefahr überwiegend Wind und Welle von vorne zu haben.
Korsikas 10 beste Strände:
Der weiße Sandstrand von Saleccia
Ist der unzugänglichste Strand und ist nur mit dem Boot oder über einen 11 km langen, holprigen Feldweg zu erreichen.
Der Strand von Calvi
Ist groß in Mode. Er bietet kristallklares Wasser und ist exzellent ausgestattet. Der bezaubernde Hafen von Calvi liegt gleich nebenan.
Der Strand von Porto
ist die Nr. 1 für Taucher. Der von Eukalyptusbäumen gesäumte Strand ist der ideale Ausgangspunkt , um die faszinierende Unterwasserwelt der Westküste zu beobachten.
La Via bei Portticcio
Er ist der Urbanste. Die Strände gegenüber von Ajaccio locken nicht nur Einheimische mit weißem Sand und bester Ausstattung:
Der Strand von Tonnara
Ist die Nr. 1 für Windsurfer, denn am tiefen Golf de Figari weht immer eine steife Brise
Iles de Lavezzi
Die kleinen geschützten Buchten der Inseln sind umgeben von Sand und von windgeformten Felsen. Sie sind nur mit dem Boot zu erreichen.
Der Strand von Rondinara
Ist der tropischste aller korsischen Strände mit einer muschelförmigen Bucht, herrlich türkisfarbenem Wasser, weißem Sand…
Der Strand von Santa Giulia
Ist die Nr. 1 für Wassersportler. Der ruhige, von Dünen und Kiefern begrenzte Sandstrand bietet alles was das Wassersportlerherz begehrt.
Der Strand von Palombaggia
Ist der Fotogenste und schlicht spektakulär mit weißem Sand, rosa Klippen, Dünen, Kiefern und blauer See.
Der Strand von Aléria
Ist der familienfreundlichste. Er rangiert unter den langen familiären Sandstränden ganz vorne.
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